Markus Maria Winkler

Schauspieler, Sänger

 

Wilhelm Busch

Buschiaden und andere Schmeicheleien

 

Szenische Lesung

mit Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler   

 

 

Wilhelm Busch, 1832 - 1908, ist zweifelsohne der Klassiker des Humors. Mit seinen Geschichten und Gedichten sorgt er für Lachen bei Jung und Alt. Das Publikum erwartet eine breite Auswahl von Hänschen Däumeling, Max und Moritz, Die Fliege bis zur Kritik des Herzens und vielem mehr. Hinter seinen Versen und Geschichten verbirgt sich sehr viel Philosophisches und Weltkluges. Die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider stöberten in Buschs Schatztruhe und präsentieren Ausgewähltes aus seinem Schaffen. In schneller Folge servieren sie turbulente Geschichten, feinsinnige Verse und skurrile Pointen.

Die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider arbeiten seit über zehn Jahren zusammen. Seit dieser Zeit brachten sie viele gemeinsame Produktionen auf die Bühne. Der gebürtige Wilhelmshavener Markus Maria Winkler war u. a. beim Tourneetheater Das Ensemble Jacob-Schwiers unter der Intendanz von Ellen Schwiers und Katerina Jacob, beim Südbayerischen Theaaterfestival, unter der Leitung von Cordula Trantow, sowie am Festspielhaus München, im Engagement. Mit seinen literarischen und musikalischen Programmen gastiert er in deutsch-sprachigen Raum.

Der Kärntner Jürgen Wegscheider spielte an Theatern in Frankfurt/Main, München und Essen und war regelmäßig auf Theatertournee. Mit seinen vorwiegend literarisch-kabarettistischen Programmen ist er in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs.

Kritiken:

Professionell, frisch und mit Herz

"Wilhelm Busch Abend" präsentiert vom Bendorfer Kulturverein

Kleeblatt Bendorf 17. April 2016

Bendorf. Mit einem kräftigen "Vorschussapplaus" wurden die Akteure des Programms, die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider, vom Publikum zum Einsatz gerufen.

Das Berghotel Rheinblick fungierte den Beiden als ideale Kulisse, zu Beginn bewirkte die Sonne im großen Saal eine schmeichelnd warme Raumfärbung, die sich mit einsetzender Dämmerung immer mehr in Richtung Abendrot veränderte und eine programmmatisch gut passende Atmosphäre schuf. Zahlreiche Liebhaber von Wilhelm Buschs Humor waren der Einladung des Bendorfer Kulturvereins gefolgt und freuten sich auf humoristisch geprägte Stunden mit "Ausgewähltem aus Wilhelm Buschs Schatztruhe und anderen Schmeicheleien".

Die seit Jahren an großen Theaterbühnen im deutschsprachigen Raum erprobten Akteure des Abends boten dann auch von Anfang bis Ende Genuss und Spannung in schauspielerisch glänzender Leistung. 2006 haben Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider zusammen die satirisch szenischen Lesungen zu Wilhelm Busch entwickelt, mit denen sie bis heute erfolgreich sind.

Beginnend mit Nachahmern von Wilhelm Buschs Max und Moritz, "Buschiaden" genannt, präsentierten sie bis zur Pause unter anderem die sieben Streiche von Maus und Molly, die als weibliches Pendant den Originalen Max und Moritz bis zu ihrem bitteren Ende in nichts nach standen. Von mit Nadeln gespickten Geburtstagstorten, über die durch Puppen ausgetauschten neugeborenen Zwillingen bis zu "umgeschneiderten" Kleidungsstücken, denen Eselsohren aus der Haube wuchsen, Hosen mit drei Beinen und Schürzen mit Bandwurmbändern und ähnlichem Unfug, kannte die Phantasie der weiblichen "Taugenichte" keine Grenzen. So kam es auch hier, wie es kommen musste und die Beiden fanden ein schlimmes Ende.

Nach der Pause ging es mit hohem Niveau mit dem Klassiker des Humors, Wilhelm Buschs weiter. Altbekannte Verse und Geschichten des großen Meisters, feinsinniges und turbulentes mit teilweise skurrilen Pointen wechselten in schneller Folge.

Die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider begeisterten mit ihrer sichtbaren Spielfreude, rezitierten Texte und spitzbübische Geschichten mit großem Charme und wurden dafür mit hoch verdientem begeistertem Applaus belohnt.

Die Erwartungen der Gäste wurden mehr als erfüllt, viele konnten die Texte mitsprechen, wobei auch lebhafte Erinnerungen an eigene Abenteuer mit Wilhelm Buschs Klassikern nicht auszuschließen waren.

 

Amtzell,  2. Mai 2015

Nach Malerei, Musik und Kabarett hat der Arbeitskreis Dorfkultur in seinem Programm Literatur geboten. Da standen Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider mit ihren "Buschiaden und anderen Schmeicheleien" auf der Bühne im Alten Schloss.

Aber was sind eigentlich Buschiaden?

"Das sind Nachahmer von Max und Moritz", erklärte Wegscheider, bevor er gemeinsam mit Winkler die sieben Streiche von Molli und Maus von Wilhelm Mayer vorträgt. Und das so gekonnt, dass man den beiden an den Lippen hängt und nicht anders kann, als zu lächeln. Winkler kommt aus Wilhelmshaven, den Wegscheider aus Kärnten hat er in München an der Schauspielschule kennen gelernt. Dass sie die beide mit Bravour durchlaufen haben, ist zu spüren. Sie rezitieren die Texte überaus gekonnt, halten zwar wie ein Märchenerzähler ein Buch in den Händen, sind aber lückenlos textsicher. Beide haben ihre Bühnentauglichkeit schon in großen Theatern und klassischen Stücken bewiesen. Aber sie wollten etwas Eigenes. So stellten sie eigene Programme mit literarischen, humorigen und satirischen Texten zusammen. Seit 2008 touren sie mit Wilhelm Busch durch die Lande. "Von Sylt bis in die Schweiz, von der polnischen Grenze bis in den Ruhrpott", erzählt Wegscheider. "In Amtzell sind sie das erste Mal", fügt Winkler hinzu. Das passe hervorragend, denn Max und Moritz würden heuer 150 Jahre alt.

Busch ist nach wie vor ein Klassiker des Humors. Im Publikum saß sicher nicht einer, der bei "Max und Moritz, gar nicht träge, sägen heimlich mit der Säge, ritzeratze! Voller Tücke, in die Brücke eine Lücke" nicht gerne "Schneider Meck-Meck-Meck" gerufen hätte und sich an seine Kindheit erinnert fühlte. Obwohl sowohl Maus und Molli, als auch Max und Moritz böse endeten, "Ganz naturgemäß, nahm ein schlimmes Ende es", heißt es da, sieht man Winkler und Wegscheider doch den Spaß an den sieben Streichen an.

Beide haben einen sympathischen Schalk im Nacken. Sie zeigen mit Interpretationen weiterer Gedichte, dass Busch nicht nur Max und Moritz konnte, sondern sich in seinen Reimen auch Philosophisches versteckte. "Was wir in Hass und Liebe so voneinander Schwatzen; wenn Lügen Haare wären, wir wären rauh wie Bären und hätten keine Glatzen", rezitierte Winkler. Wegscheider zog ihm die Mütze vom Kopf und offenbarte zur Freude des Publikums dessen haarloses Haupt.

 

Spitzbübisch, skurril und nachdenklich

Schwarzwälder-Bote, 29. 09. 2014

Bitz. Spitzbübische Geschichten und skurrile Alltagsbegebenheiten von Wilhelm Busch haben die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider auf der Kleinkustbühne K3 in Winterlingen präsentiert.

Es war keine Busch-Lesung im üblichen Sinne, vielmehr griff das Schauspieler-Duo aus München tief in die Schatztruhe des virtuosen Verskünstlers und würzte die Geschichten und Reime mit kabarettistischen Einlagen und überraschenden Pointen, bissig und witzig zugleich. Immer wieder gern gehört und weltbekannt durch alle Altersklassen sind die Lausbubenstreiche von "Max und Moritz", und sie haben auch einige Nachahmer gefunden, die "Buschiaden". So dürfte die Mädelsgeschichte "Maus und Molli" von Wilhelm Mayer wesentlich unbekannter sein. Die sieben Streiche der bösen Mädchen entlockten den Zuhörern manches Schmunzeln. Aber wie auch Max und Moritz entgehen die beiden nicht ihrer gerechten Strafe und keiner weint ihnen eine Träne nach. Und so heißt es dann auch treffend nach dem bitteren Ende: "Nach einem Bösewicht sehnt die ganze Welt sich nicht".

Mit großen Büchern in der Hand warfen sich die beiden Schauspieler verbal die Bälle zu und bewiesen dabei große kabarettistische Spielfreude und Talent für Pointen. Die vereinzelten Anmerkungen der Schauspieller fügten sich nahtlos in den Vortragsabend ein, der mit Aphorismen von Wilhelm Busch endete und somit auch die andere Seite des großen Humoristen zeigte, der trotz - oder gerade wegen - seiner zurückgezogenen Lebensweise in einer kleinbürgerlichen Welt der Menschheit viele kluge Weisheiten hinterlassen hat.

Inspiriert vom Philosophen Arthur Schopenhauer offenbart er psychologischen Spürsinn für sämtliche Facetten menschlichen Seins und Scheins. Mit "Das Gute - dieser Satz steht fest - ist stets das Böse, was man lässt" bleibt nach dem Abend noch etwas zum Nachdenken.

 

"Buschiaden ...... und andere Schmeicheleien"

Sonntag, 18. November 2012 - 18.00 Uhr

Im ausverkauften Dörpshus in Vreschen-Bokel überzeugten die beiden Schauspieler Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler mit ihrem Programm "Buschiaden und andere Schmeicheleien". Mit viel Gestik, Mimik, Witz und Charme begeisterten sie mit Geschichten und Gedichten von Wilhelm Busch. Das dieser mehr zustande gebracht hat als das gemeinhin bekannte "Max und Moritz", demonstrierte das Duo an diesem Abend eindrucksvoll.

Denn locker flockig brachten Winkeler und Wegscheider den Humor von Wilhelm Busch rüber und sie bewiesen, dass der Humorist mehr als nur Lustiges und Vergüngliches verfasste. Auch dessen weltkluge und philosophische Ansichten ließen sie in ihren Zitaten aufblitzen.

 

 Wilhelm-Busch-Abend in der Kulturscheune

Freihung 23.09.2013 Amberger Zeitung

Bunte Palette - Wilhelm-Busch-Abend in der Kulturscheune

Freihung. (prö) Mit "Buschiaden und anderen Schmeicheleien" hatte die Kulturscheune Elbart einen Klassiker des Humors - Wilhelm Busch - im dem Programm. Vor voll besetztem Haus traten zwei professionelle Schauspieler aus München auf: Jürgen Wegscheider und Markus Maria Winkler.

Schon ihr Anblick ließ erahnen, dass die berüchtigten Lausbubenstreiche von Max und Moritz zur Aufführung kommen würden. Und in der Tat wurde die Erwartung des Publikums nicht enttäuscht. Wortgewaltig und mit ausdrucksvoller Gestik trugen die beiden Akteure alle sieben Streiche der bekannten Bildposse vor.

Nicht selten bewegten die Zuschauer dabei ihre Lippen mit, gerade so, als wollten sie die vertrauten Verse nachsprechen. Schließlich sind viel Reime dieser Bildergeschichte, wie "Aber wehe, wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe" oder "Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich" und "Gott sei Dank, nun ist's vorbei, mit der Übeltäterei" geflügelte Worte im deutschen Sprachgebrauch.

Aber auch andere Stücke des begnadeten Dichters und Zeichners kamen zum Vortrag: "Fuchs und Igel" oder "Hänschen Däumeling" und "Fink und Frosch", eine Geschichte, in der ein Frosch einem Vogel nacheifert. Doch während seine Gesangsbemühungen nur lästig sind, enden seine Flugversuche tödlich. Und die Moral von der Geschicht(e): "Wenn einer, der mit Mühe kaum geklettert ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vogel wär, so irrt sich der." 

 

Vergnüglicher Wilhelm-Busch-Abend im Kolpinghaus

Buchloe     Die beiden Schauspieler Jürger Wegscheider und Markus Maria Winkler haben im Kolpinghaus einen höchst vergnüglichen Wilhelm-Busch-Abend bereitet. Amüsant deshalb, weil der Titel "Buschiaden ... und andere Schmeicheleien" eigentlich untertrieb: Die beiden Akteure boten eine sowohl professionelle als auch frische und mit Herz dargebotene Rezitation der skurrilen Geschichten, die durchaus Kritik enthalten.

Im ersten Teil des Abends trugen die beiden Münchner  Schauspieler die quasi Mädchenausgabe von Max und Moritz vor, die "Maus und Molli"-Streiche vom Busch-Nachahmer Wilhelm Maer. Auch hier gab es bedauerlicherweise für die beiden findigen Kinder kein Happy End. Die Fabel "Fuchs und Igel" von Wilhelm Busch selbst, prangert das Wettrüsten im Wilhelminischen Zeitalter vor über 100 Jahren an.

Der derbe, schwarze Humor von Busch war in den Versen der "Militärkommission" nach der Pause unverhohlen erkennbar und verleitete zum Schmunzeln. Der Abend bestach - außer durch die Texte - durch die hervorragende bildliche Darstellung aller Abenteuer durch Winkler und Wegscheider, natürlich auch beim allseits bekannten Lausbubengedicht "Max und Moritz". Hier lebten die Bilder des Busch-Buches auf der Kolping-Bühne tatsächlichauf. (uta)

  Markus Maria Winkler, Schauspieler | info@markusmariawinkler.de / 089-26 01 90 01