Markus Maria Winkler

Schauspieler, Sänger, Tänzer

Liebe, Kunst und schwarze Magie.

Das Leben des Johann Wolfgang von Goethe.

Die szenische Lesung mit Markus Maria Winkler.

Markus Maria Winkler, Johann Wolfgang von Goethe, Liebe, Kunst und schwarze Magie

Pressetext:

Der Schauspieler, Sänger und Tänzer, Markus Maria Winkler, stellt auf beeindruckende Weise das Leben des Johann Wolfgang von Goethe dar. Mit schauspielerischen Darstellungen der Werke des Schriftstellers, erlebt der Zuschauer  die bekannten Monologe Der Zauberlehrling, Der Erlkönig, Ausschnitte aus Faust I und II, An den Mond, Prometheus, sowie einige Volkslieder, die bis heute erhalten sind. Markus Maria Winkler ist bekannt für seine spannenden, skurrilen und kurzweiligen Darbietungen. Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche szenische Lesung. 

Fotos: Jörg Liebe

Künstlervita:

Markus Maria Winkler

Im Juni 1975 wurde der Schauspieler, Sänger und Geschichtenerzähler, Markus Maria Winkler, in Wilhelmshaven an der Nordseeküste geboren. Er spielte beim Südbayerischen Theaterfestival, beim Tourneetheater Das Ensemble Jacob-Schwiers und spielt bis heute am Festspielhaus in München. Mit seinem Kollegen Jürgen Wegscheider gastiert er mit eigenen literarischen Programmen im deutschsprachigen Raum, in Belgien, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seine Gesangsprogramme aus den Bereichen Musical, Jazz und Chanson ergänzen sein Repertoire. 2020 feiert er sein 22jähriges Bühnenjubiläum. Als Schauspieler und Geschichtenerzähler ist er mit seinen Bühnenprogrammen von den Brüdern Grimm, Christian Morgenstern und Johann Wolfgang von Goethe im deutschsprachigen Raum auf Gastspielreisen.


Kritik 2021:

Bremen Stadtteil-Kurier, DONNERSTAG, 28. OKTOBER 2021

Goethe in glanzvoller Frische

Markus Maria Winkler führte in einer Lesung beim Kulturraum Horn-Lehe durch Leben und Werk des Dichters

von Jörn Hildebrandt

Bremen, Lehe. Kurz nach seiner Geburt im Jahre 1749 wurde Johann Wolfgang Goethe für tot gehalten. Die Nabelschnur hatte das Neugeborene fast stranguliert. Das Gesicht war schon blau angelaufen, und man hielt das Kind für tot. Dass aus einem schon Abgeschriebenen einer der größten Schreibenden werden würde, konnte damals keiner ahnen. Goethes Ruhm in ganz Europa wurde so groß, dass er sich schon weit vor Ende seines Lebens der Unsterblichkeit seines Namens sicher sein konnte. In seinem Goethe-Programm „Liebe, Kunst und schwarze Magie“ beleuchtet der Schauspieler und Rezitator Markus Maria Winkler das Schaffen des Dichter-“Fürsten“, der allerdings erst 1782 in den Adelsstand erhoben wurde. Der Arbeitskreis Kulturraum Horn-Lehe hatte Markus Maria Winkler ins Ortsamt eingeladen und freute sich, dass der prominente Künstler zu Gast war: „Es ist für den Stadtteil wie auch für den Kulturraum etwas Besonderes, dass Markus Maria Winkler auf seiner Vortragstournee auch Bremen besucht, und zwar nur Horn-Lehe“, sagt Monika Dietrich-Lüders vom Kulturraum. 

Markus Maria Winkler, der 1975 in Wilhelmshaven geboren wurde, spielt bis heute am Festspielhaus München und gastiert mit seinem Kollegen Jürgen Wegscheider mit eigenen literarischen Programmen im gesamten deutschsprachigen Raum. Auf seinem zweieinhalbstündigen Goethe-Abend führt er durch Leben und Werk und rezitiert bekannte, aber auch weniger geläufige Gedichte, Briefstellen und Auszüge aus Dramen in einer szenischen Lesung, die äußerst lebendig, ausdrucksstark und von hoher Musikalität geprägt ist. In viele Rollen schlüpfend, bringt Winkler Goethes Sprachkunst in neuer Frische den Zuhörern nahe – aber auch eine Epoche, in der sich von seiner Geburt bis zu seinem Tod die Welt rasant veränderte: „Als er in Frankfurt am Main aufwuchs herrschten noch Zunftzwang und Blutgericht, und die Stadttore wurden jeden Abend abgeschlossen“, sagt Markus Maria Winkler. Und als Goethe 1832 stirbt, hat er noch den Beginn des Industriezeitalters und des Frühkapitalismus erlebt – mit der Erfindung der Dampfmaschine und dem aufkommenden Aktienwesen – eine sich immer schneller wandelnde Welt, der Goethe sich in allen ihren Facetten zuwandte. Neuen Strömungen wie der Romantik erteilte er jedoch eine klare Absage: Für die Mahnung „Erkenne dich selbst“, die den Einzelnen nach innen führen soll, hatte Goethe nur Spott übrig: „Der Mensch kennt nur sich selbst, insofern er die Welt kennt“, heißt es, und seine Welt umfasste nicht nur die Literatur, sondern auch die Kunst, die Naturwissenschaften und vor allem viele Menschen, die ihn in seiner Laufbahn beeinflussten - wie Johann Gottfried Herder, der ihn auf den Schatz der Volkslieder aufmerksam machte, die einen neuen Ton in seine Lyrik brachten. 

„Goethe wird zum Hauptdarsteller der Epoche des Sturm und Drang“, sagt der Rezitator, der in einem weiteren Gedicht, die Arme weit ausbreitend, auch in die Rolle eines Adlers mit verletzten Flügeln schlüpft. Doch die „wilden Jahre“ Goethes enden, als der Fürst Carl August ihn 1775 in seine Dienste im kleinen Städtchen Weimar spannt, in der er bald vier Ministerposten gleichzeitig bekleidet: Goethe ist zuständig für Verkehr, Kriegswesen, Bergbau und Finanzen, und dem Einfluss der Charlotte von Stein ist es zu verdanken, dass Goethe, überwältigt von starken und wirren Gefühlen, sein Leben neu ordnet und zum klassischen Autor wird: „Du tropftest Mäßigung dem heißen Blute“ schreibt er über den Einfluss der Weimarer Hofdame.

 Geläufiges, vermeintlich Altbekanntes aus Goethes Werk gewinnt bei Markus Maria Winkler neues, kräftiges Leben, wenn er im „Erlkönig“ in die Rolle von Vater, Sohn und bösem Nachtgeist schlüpft, wenn er mit kreischend hoher Stimme den Mephisto spielt oder in brüchigem Tonfall den alt gewordenen Faust. Winkler vermag so fesselnd darzustellen, dass seine szenische Lesung zwischendurch immer wieder mit Beifall bedacht wird. 

Nach der Zeit als Minister in Weimar bringt Goethes Italienreise einen weiteren Wendepunkt in sein Leben: Er erkennt, dass er weder zum Politiker noch zum Maler bestimmt ist und wendet sich wieder der Dichtung, aber auch den Naturwissenschaften zu – und hält kurioserweise später seine Farbenlehre für sein bedeutendstes Werk. 

Markus Maria Winkler arbeitet auch heraus, welch’ enormen Einfluss Frauen auf Goethes Leben und Schaffen hatten. Als er sich mit Christiane, einer einfachen Fabrikarbeiterin, liiert, hört er wieder „des geschaukelten Bettes lieblich knarrenden Ton“, wie es in den „Römischen Elegien“ heißt. Balladen wie „Der Zauberlehrling“ und schließlich die großartigen Gedichte wie „Gesang der Geister über den Wassern“ bis zu „Über allen Gipfeln ist Ruh’“ zeigen, dass Goethe bis heute nichts Verstaubtes hat und viele seiner Werke frisch glänzen können, wenn man sie wie Winkler zum Leben erweckt. 

Kurz nach seinem Ableben im Jahre 1832 bewunderte sein Freund Johann Peter Eckermann den immer noch schönen Körper Goethes, dem der Tod nur Verwandlung war: „Kein Wesen kann zu Nichts zerfallen! Das Ew’ge regt sich fort in allen,“ heißt es in Goethes „Vermächtnis“.

Auf Einladung des Arbeitskreises Kulturraum-Horn-Lehe rezitiert Markus Maria Winkler im Ortsamt Horn-Lehe Goethe. FOTO: PETRA STUBBE

Kritiken 2019:

 Freies Wort Ilmenau, Montag, 23. September 2019

Goethe mit Körpereinsatz interpretiert. Markus Maria Winkler macht Gedichte mit Mimik auch sichtbar.

Langewiesen - Markus Maria Winkler trug, inhaltlich gesehen, mit seinem in der "Kulturfabrik" gestalteten literarischen Samstagabend "Liebe, Kunst und schwarze Magie - Das Leben des Johann Wolfgang von Goethe" die sprichwörtlichen Eulen nach Athen. Neues konnte der Vortrags- und Interpretationskünstler zu Darstellung von Goethes Lebenslauf, der Vernetzung des Dichters mit bedeutenden Zeitgenossen, seiner Tätigkeit als Minister am Weimarer Hof, des mit Charlotte von Stein verbundenen Liebhabers, des zeitweilig Flüchtigen hin zum nordischen Arkadien, also nach Italien, des Theatermannes und natürlich auch des Familienmenschen nicht bringen. Solches erwarteten die Zuhörer auch nicht. Sie empfanden großen Genuss an den Geschichten und Gedichten, vortragen mit Stimme, Gestik, Mimik und Ganzkörpereinsatz, so eindrucksvoll gestaltet, dass das Zuhören auch diesmal wieder zum wunderbaren Erlebnis wurde.  

Danksagung …

… an die an der Produktion beteiligten Firmen und Personen:

Fotos: Jörg Liebe, Thomas Peschel-Findeisen

Stand: 2021

  Markus Maria Winkler, Schauspieler | info@markusmariawinkler.de / 089-26 01 90 01   0163 20 98 261